Es gibt so triviale Dinge, die an einem nagen … und dann lösen sie sich auf und das Ergebnis bringt nicht das erwartete Gefühl des triumphalen Erfolgs, sondern extreme Erleichterung und Entspannung. Und tiefe Verwunderung über den gänzlich unerwarteten Glücksfall.

In meiner frühen Jugend lief immer wieder ein Lied im Radio. Es hatte einen Refrain, der klang wie „On The Road Again“, sowie eine langgezogene, etwas melancholische Tonfolge, mutmaßlich gespielt von einer Querflöte.

Mehrere Gründe konspirierten damals dagegen, dass ich den Ursprung des Liedes herausfand.

Der erste Grund war rein technisch.

(mehr …)

Gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung hat Wolfgang Schäuble geseufzt, es sei doch echt schlimm, dass zunächst nicht genügend Impfstoff für alle da ist.

Er halte es für richtig, dass Deutschland sich gegenüber der Rest-EU nicht vorgedrängt hat. „Die Krise überwinden wir nur mit Solidarität, in Europa und auch darüber hinaus“ , soll er gesagt haben. (Der komplette Artikel liegt mir leider nicht vor, Paywall.)

(mehr …)

Die folgende Geschichte ist wahr. Sie handelt von Fahrradsatteln und Vögeln und Journalismus und sie enthält Kraftausdrücke.

Vor einigen Wochen, als der Zoo Corona-bedingt noch zu war, fuhr ich mit dem Rad durch den anliegenden Stadtwald und hätte um ein Haar einen Pfau überfahren. Der Freiläufer stolzierte rotzfrech über den Radweg und kümmerte sich einen Dreck darum, dass ich beinahe in einen Baum gestrampelt wäre, um ihm auszuweichen.

Ich stieg ab, rief beim Zoo an, um den Ausreißer zu melden, und bekam nur den Automaten ans Ohr: „Aufgrund der Corona-Pandemie ist der Erlebniszoo Hannover leider, leider geschlossen. Sie erreichen uns über unsere Social-Media-Kanäle …“

(mehr …)

Ein guter Freund ist eher hochgewachsen. Hinzu kommt seine imposante Breite – ein Nachtclub würde ihn ohne weitere Fragen als Türsteher einstellen. Er ist an einer Stelle im Leben angelangt, in dem ihm Witze über sein Format etwas auf die Nerven gehen („Wie ist die Luft da oben“ u. ä.).

Neulich schrieb er mir als Textnachricht:

Hab heute im Supermarkt eine kleinwüchsige Frau gebeten, mir etwas aus dem untersten Fach rauszugeben. War auch wieder nicht okay …

(mehr …)

So nicht ganz passiert.

Ich stehe vor einem geschlossenen Geschäft und tue, was man vor geschlossenen Geschäften so tut: die Tabelle mit den Öffnungszeiten studieren und versuchen, sie mir zu merken. Zu mir gesellt sich ein noch älterer Herr.

Er schnaubt: „Warum haben die denn so selten offen?“

(mehr …)

Beinahe passiert:

Am Parkplatz des Supermarkts sehe ich einen kräftigen Herren, der mit seinem SUV auf dem Behindertenparkplatz steht und Bierkästen in den Kofferraum hievt.

„So behindert sehen Sie gar nicht aus“, sage ich zu ihm, während mein Auto sich aufschließt.

Wortlos klatscht der Mann seinen Kofferraum zu. Darauf prangt groß ein Aufkleber mit der Aufschrift „Freiheit für Beate Zschäpe“.

Ich, hochrot: „Hiermit entschuldige ich mich in aller Form für meinen Irrtum.“

Erst Ende Januar fiel mir auf, dass die Suchbox der Website nicht funktionierte. Egal, was man eingab, es passierte einfach nur – nichts. Erste Erkenntnis bei der Fehlersuche: Wenn man in einer Suchmaschine nach „Suchen“ bzw. „Search“ sucht, muss man sich mit den ergänzenden Keywords ganz schön anstrengen, um nützliche Ergebnisse zu finden.

Die Lösung zuerst: Im Root-Verzeichnis meines Servers lag eine .htaccess-Datei, die noch von der statischen Version von www.himmelein.de stammte (Stand 2007). Diese Datei begann mit „Options Includes FollowSymLinks“ – und das bereitetete der vier Ordnerebenen tiefer liegenden WordPress-Installation tierischen Schluckauf.

(mehr …)

Gestern lag im Briefkasten ein Brief, der an eine andere Adresse gerichtet war. Die Post hatte sich beim Sortieren in der Hausnummer geirrt.

Heute nicht passiert:

Ich: „Bimmel-di-ring.“

Die Haustür öffnet sich einen Spaltbreit. Eine etwas brüchig klingende weibliche Stimme fragt: „Was wollen Sie von mir?“

(mehr …)