Die Suche suchte nicht

Erst Ende Januar fiel mir auf, dass die Suchbox der Website nicht funktionierte. Egal, was man eingab, es passierte einfach nur – nichts. Erste Erkenntnis bei der Fehlersuche: Wenn man in einer Suchmaschine nach „Suchen“ bzw. „Search“ sucht, muss man sich mit den ergänzenden Keywords ganz schön anstrengen, um nützliche Ergebnisse zu finden.

Die Lösung zuerst: Im Root-Verzeichnis meines Servers lag eine .htaccess-Datei, die noch von der statischen Version von www.himmelein.de stammte (Stand 2007). Diese Datei begann mit „Options Includes FollowSymLinks“ – und das bereitetete der vier Ordnerebenen tiefer liegenden WordPress-Installation tierischen Schluckauf.

Die WordPress-Installation hatte zwar ihre eigene .htaccess-Datei, die der Server aber zusätzlich (statt ausschließlich) auswertete. Die FollowSymLinks-Anweisung war auch dafür verantwortlich, dass mein Galerie-Plugin keine Unterordner anlegen konnte. Seitdem die alte .htaccess-Datei aus dem Weg ist, geht auch das.

Was nicht half

Es gibt zwei grundlegende Schritte, die überall empfohlen werden:

  • Wechsele auf das Standard-Theme: In diesem Fall doof, weil „Twenty Nineteen“ gar kein Suchfeld anzeigte. „Twenty Fifteen“ zeigte dann ein Suchfeld, das aber ebenso nichts tat.
  • Deaktiviere alle Plugins: Das geht über die „Mehrfachaktionen“ ziemlich leicht (erst das Häkchen links neben „Plugin“ setzen, dann aus der Drop-Down-Liste „Deaktivieren“ wählen und „Übernehmen“). Hat mir aber auch nichts gebracht.

Andere Empfehlungen waren: Installiere ein Such-Plugin, beispielsweise Relevanssi. Relevanssi indizierte (indexierte?) zwar die vorhandenen Seiten und funktionierte auch innerhalb des Admin-Bereichs – nur Besucher hatten nichts davon. Dumm gelaufen.

Nicht verzagen, WordPress fragen

Dann kam ich auf die naheliegende Idee, in den Support-Foren von WordPress anzufragen, was schief läuft. Dort empfahl man mir, WordPress manuell neu zu installieren. Naja, eigentlich klang es eher nach einer Anweisung, war aber bestimmt gut gemeint.

Mittlerweile war ich mir relativ sicher, dass die Ursache bestimmt etwas Saudummes war, das eine WordPress-Neuinstallation nicht korrigieren würde. Was ich brauchte, war eine Fehlermeldung, die mich weiterbringen würde. So kam ich auf die Idee, nach den Log-Dateien der WordPress-Installation zu sehen. Doch das Logging muss man erst anknipsen. Womöglich war’s ja ein PHP-Fehler? Aber selbst PHP weigerte sich, zu loggen.

Die Rettung war der Support meines Hosters (Hoster = Dienstleister, auf dessen Servern die Website liegt). Der per Telefon herbeigerufene Support-Mitarbeiter war zunächst ebenfalls etwas irritiert, kam dann aber nach mehreren Fehlschlägen auf die heiße Spur mit der alten .htaccess-Datei. Großes Lob an den Support von Ionos. Wer am Nachmittag des 28. Januars nicht so recht auf die Site zugreifen konnte … so sorry.

Bonus: Durch die vorübergehende Deaktivierung aller Plugins merkte ich, wie wenige von ihnen Wesentliches zur Site beitrugen. Diverse Erweiterungen bleiben deshalb deaktiviert, weil sie eh nicht benutzt wurden.

Mehr gefällig?