In meiner Kindheit muss ich mehr Werbung konsumiert haben, als mir bewusst war. Wenn ich an einem WMF-Laden vorbeiwandele, denke ich unwillkürlich an immer dasselbe Wort: „Cromargan“.

Denn nur WMF benutzt Cromargan®. Und dieses Alleinstellungsmerkmal wurde (und wird) fleißig beworben. Im Chemieunterricht guckte ich in meiner grenzenlosen Naivität auf der Periodentabelle zuerst nach Cromargan. Da das wohl etwas Edles war, wähnte ich unter den dreistelligen Elementen. Fehlanzeige.

Ich habe mir dann zusammengereimt, dass es sich wohl um eine Legierung handeln wird. Crom klingt wie Chrom, also wird da wohl Chrom drin sein (Ordnungszahl 24), und Argan … äh … wieder Fehlanzeige auf der Periodentabelle. Es gibt zwar eine Arganie, das ist aber ein Baum.

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Seit einem Jahr haben wir einen Reiskocher. Den haben wir in erster Linie aufgrund eines YouTube-Videos. Das begab sich folgendermaßen.

Es gibt billige und teure Reiskocher. Die billigen funktionieren nach einem einfachen physikalischen Prinzip. Die teuren haben Elektronik und Sensoren und LED-Anzeigen und mühsam zu reinigende Deckel.

Das Prinzip der einfachen Kocher beschreibt Alex Watson in einem elfminütigen Video so unterhaltsam, dass ich unbedingt genau so einen Reiskocher haben wollte. Einen billigen also, keinen modernen.

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