Das Vorhaben: ein Blatt ausdrucken. Schwarzweiß. Die dafür zuständige Patrone ist halbvoll.

Der Widersacher: Ein zwei- bis dreimal pro Woche genutzter Epson-Drucker nicht allerjüngster Bauart.

Der Verlauf: Druckauftrag auf PC aufgerufen, im Dialog den Drucker ausgewählt, Drucker eingeschaltet.

Der Drucker läuft an, dreht seine Walzen, hält inne und gibt dann drei langgezogene Piepser von sich. Auf PC-Monitor und Drucker-Display erscheint dieselbe Nachricht: „Magenta ist leer, bitte wechseln.“

Aber ich will doch nur Schwarzweiß, und die SW-Patrone ist noch halbvoll. Dass Magenta leer ist, spielt da doch gar keine Rolle.

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In meiner Kindheit muss ich mehr Werbung konsumiert haben, als mir bewusst war. Wenn ich an einem WMF-Laden vorbeiwandele, denke ich unwillkürlich an immer dasselbe Wort: „Cromargan“.

Denn nur WMF benutzt Cromargan®. Und dieses Alleinstellungsmerkmal wurde (und wird) fleißig beworben. Im Chemieunterricht guckte ich in meiner grenzenlosen Naivität auf der Periodentabelle zuerst nach Cromargan. Da das wohl etwas Edles war, wähnte ich unter den dreistelligen Elementen. Fehlanzeige.

Ich habe mir dann zusammengereimt, dass es sich wohl um eine Legierung handeln wird. Crom klingt wie Chrom, also wird da wohl Chrom drin sein (Ordnungszahl 24), und Argan … äh … wieder Fehlanzeige auf der Periodentabelle. Es gibt zwar eine Arganie, das ist aber ein Baum.

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Seit einem Jahr haben wir einen Reiskocher. Den haben wir in erster Linie aufgrund eines YouTube-Videos. Das begab sich folgendermaßen.

Es gibt billige und teure Reiskocher. Die billigen funktionieren nach einem einfachen physikalischen Prinzip. Die teuren haben Elektronik und Sensoren und LED-Anzeigen und mühsam zu reinigende Deckel.

Das Prinzip der einfachen Kocher beschreibt Alex Watson in einem elfminütigen Video so unterhaltsam, dass ich unbedingt genau so einen Reiskocher haben wollte. Einen billigen also, keinen modernen.

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Es gibt da diesen Song, den ich nicht aus den Ohren kriege. Und es gibt da dieses Video dazu, das mich nicht loslässt.

Gerade fällt mir auf, dass ich nicht einmal weiß, wie ich auf den Song gestoßen bin. Er stammt jedenfalls vom kanadischen DJ und Musiker Tiga, geboren Tiga James Sontag. Den Namen „Tiga“ kannte ich. weil mir seine Single „Hot in Herre“ auf irgendeiner Compilation aufgefallen war.

Richtig schlimm hängen geblieben bin ich jedoch bei „Shoes“, mit etwa 11 Jahren Verspätung. Diese Bassline! Diese High Hats! Dieser Text! Aber vor allem: Dieses Video!

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Nur ein ganz kurzes Update: Ich habe meinen digitalen Impfnachweis heute Mittag erfolgreich in der Apotheke abgeholt.

Das Personal in der Apotheke wirkte deutlich entspannter als am Dienstag. Die Extra-Crispy-Fotokopien meines Personalausweises und Impfpasses wurden dort direkt in den Shredder befördert. Das fand ich löblich.

Ich bekam zwei A4-Blätter ausgehändigt, mit ziemlich komplexen QR-Codes (Version 13). Für jede Impfung erhielt ich ein Blatt. Die galt es beide einzuscannen.

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Heute ging ich in die Apotheke, um aus meinen analogen Impfausweis einen digitalen Impfnachweis generieren zu lassen. Hat nicht geklappt. Hat sehr spektakulär nicht geklappt.

„Hallo, ich würde gerne meinen analogen Impfausweis digitalisieren lassen.“ Von der anderen Seite des Tresens kommt ein gequältes Lächeln.

„Das können wir machen, aber nicht sofort. Das Portal von IBM ist ausgefallen.“ Bundesweit, fügt sie hinzu, als ob mein amüsierter Blick technische Inkompetenz unterstellen würde.

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Im Studium hatten wir einen Professor, dessen Namen ich jetzt mal nicht nennen will. Er war sehr freundlich und zuvorkommend und sozial. Er hatte aber auch eine faszinierende Marotte.

Wenn ein*e Student*in im Seminar eine Frage stellte, auf die er keine Antwort hatte, antwortete er unweigerlich mit den Worten:

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