Nur ein ganz kurzes Update: Ich habe meinen digitalen Impfnachweis heute Mittag erfolgreich in der Apotheke abgeholt.

Das Personal in der Apotheke wirkte deutlich entspannter als am Dienstag. Die Extra-Crispy-Fotokopien meines Personalausweises und Impfpasses wurden dort direkt in den Shredder befördert. Das fand ich löblich.

Ich bekam zwei A4-Blätter ausgehändigt, mit ziemlich komplexen QR-Codes (Version 13). Für jede Impfung erhielt ich ein Blatt. Die galt es beide einzuscannen.

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Heute ging ich in die Apotheke, um aus meinen analogen Impfausweis einen digitalen Impfnachweis generieren zu lassen. Hat nicht geklappt. Hat sehr spektakulär nicht geklappt.

„Hallo, ich würde gerne meinen analogen Impfausweis digitalisieren lassen.“ Von der anderen Seite des Tresens kommt ein gequältes Lächeln.

„Das können wir machen, aber nicht sofort. Das Portal von IBM ist ausgefallen.“ Bundesweit, fügt sie hinzu, als ob mein amüsierter Blick technische Inkompetenz unterstellen würde.

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Im Studium hatten wir einen Professor, dessen Namen ich jetzt mal nicht nennen will. Er war sehr freundlich und zuvorkommend und sozial. Er hatte aber auch eine faszinierende Marotte.

Wenn ein*e Student*in im Seminar eine Frage stellte, auf die er keine Antwort hatte, antwortete er unweigerlich mit den Worten:

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Er kommt mit einem leichten Zögern auf mich zu, als sei es ihm peinlich, mich anzusprechen. Mit minimal gesenktem Kopf, aber aktiv Augenkontakt suchend, spricht er mich an.

„Entschuldigen Sie bitte, aber hätten Sie vielleicht einen Euro für einen Kaffee für mich übrig?“

Ein formvollendeter Vortrag. Seine Augen bittend, seine offene Hand leicht in meine Richtung zeigend, ohne fordernd zu wirken. Er trägt einen abgetragenen Anorak, einen etwas zerzupften Bart, ist vermutlich um die Anfang Sechzig, aber vielleicht auch erst Mitte Vierzig. Schwer zu sagen, Leute mit stark bewegtem Lebenswandel sehen früh verlebt aus.

Ich weiß nicht, was ich antworten soll.

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Neulich lag ein Abholzettel von DHL in meinem Briefkasten, demzufolge ich mein Päckchen in einer vier Kilometer entfernten Filiale abholen durfte.

Bei Lieferungen an die nächstgelegene Packstation habe ich mich schon daran gewöhnt, dass die Sendungen gelegentlich in DHL-Shops verschleppt werden – etwa, weil die Packstation defekt war oder voll. Gelegentlich landeten sie auch in einer anderen Packstation, die dann zwei Kilometer entfernt war. Dass eine an die Wohnadresse gerichtete Sendung in einer vier Kilometer entfernte Postfiliale landete … das war neu.

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Am Donnerstag war plötzlich, von einer Minute auf die andere, daheim das Internet weg.

Da das nicht zum ersten Mal passierte, bin ich der Reihe nach die üblichen Verdächtigen durchgegangen. Zuerst habe ich nachgesehen, ob der Hund das Kabel aus der TAE-Dose gezerrt hat. Dabei fiel mir ein, dass wir immer noch keinen Hund haben. Dann habe ich den Router neu gestartet und gewartet, bis die Leuchten nicht mehr blinkten.

Als Nächstes habe ich die Administrationsoberfläche des Routers geöffnet, die mir mitteilte, dass ich kein Internet habe.

Sowas aber auch.

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