Im Studium hatten wir einen Professor, dessen Namen ich jetzt mal nicht nennen will. Er war sehr freundlich und zuvorkommend und sozial. Er hatte aber auch eine faszinierende Marotte.

Wenn ein*e Student*in im Seminar eine Frage stellte, auf die er keine Antwort hatte, antwortete er unweigerlich mit den Worten:

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Er kommt mit einem leichten Zögern auf mich zu, als sei es ihm peinlich, mich anzusprechen. Mit minimal gesenktem Kopf, aber aktiv Augenkontakt suchend, spricht er mich an.

„Entschuldigen Sie bitte, aber hätten Sie vielleicht einen Euro für einen Kaffee für mich übrig?“

Ein formvollendeter Vortrag. Seine Augen bittend, seine offene Hand leicht in meine Richtung zeigend, ohne fordernd zu wirken. Er trägt einen abgetragenen Anorak, einen etwas zerzupften Bart, ist vermutlich um die Anfang Sechzig, aber vielleicht auch erst Mitte Vierzig. Schwer zu sagen, Leute mit stark bewegtem Lebenswandel sehen früh verlebt aus.

Ich weiß nicht, was ich antworten soll.

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Neulich lag ein Abholzettel von DHL in meinem Briefkasten, demzufolge ich mein Päckchen in einer vier Kilometer entfernten Filiale abholen durfte.

Bei Lieferungen an die nächstgelegene Packstation habe ich mich schon daran gewöhnt, dass die Sendungen gelegentlich in DHL-Shops verschleppt werden – etwa, weil die Packstation defekt war oder voll. Gelegentlich landeten sie auch in einer anderen Packstation, die dann zwei Kilometer entfernt war. Dass eine an die Wohnadresse gerichtete Sendung in einer vier Kilometer entfernte Postfiliale landete … das war neu.

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Am Donnerstag war plötzlich, von einer Minute auf die andere, daheim das Internet weg.

Da das nicht zum ersten Mal passierte, bin ich der Reihe nach die üblichen Verdächtigen durchgegangen. Zuerst habe ich nachgesehen, ob der Hund das Kabel aus der TAE-Dose gezerrt hat. Dabei fiel mir ein, dass wir immer noch keinen Hund haben. Dann habe ich den Router neu gestartet und gewartet, bis die Leuchten nicht mehr blinkten.

Als Nächstes habe ich die Administrationsoberfläche des Routers geöffnet, die mir mitteilte, dass ich kein Internet habe.

Sowas aber auch.

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Für Weihnachten wollte ich eine eine selbstaufblasende Luftmatratze im Haus haben. Für den Fall des Falles, weil man nie weiß, wer plötzlich übernachten will oder muss.

Ich gehöre zu den letzten drei Leuten auf dem Planeten, die noch Gebrauchsanweisungen lesen. Gelegentlich sind sie sehr informativ, oft vor allem amüsant. Hier hielt es sich die Waage:

Es ging dann noch weiter.

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Freunden rate ich immer, für In-Ear-Kopfhörer nicht mehr als 40 Euro auszugeben. (Selbst habe ich mich nicht daran gehalten, dazu später mehr.) Die Hauptkriterien für meine Auswahl sind:

  • leichte Hörer mit sicherem Sitz in den Ohren (damit sie nicht rausfallen)
  • Bluetooth (weil ich mich zu häufig in Kabeln verheddere)
  • gute Versiegelung nach außen (möglichst wenig Windgeräusche)
  • unkompliziert zu transportieren (am besten mit eigener Tasche)
  • ordentlicher Bass (nicht zu wummernd oder diffus)
  • bequem zu bedienen (auch im Winter mit Handschuhen)
  • Mikrofon (um damit unterwegs zu telefonieren)

Mit der Regel „leichte Hörer“ fallen alle Ohrhörer heraus, bei denen die Akkus direkt im Hörer sitzen — also auch die aktuell modernen komplett schnurlosen Stöpsel. Der Akku hat gefälligst in der Steuereinheit mit dem Mikrofon zu sitzen.

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Robert Muellers Bericht zur Beantwortung der ultimativen Frage ist raus: Die Frage danach, ob sich Donald Trump mit den Russen verschworen hat. Aus dem, was er gelesen hat, zieht der Oberstaatsanwalt die Schlussfolgerung, dass sich Donald Trump nicht vorsätzlich mit der russischen Regierung verschworen hat. (Riesenüberraschung.)

Zwei Jahre lang haben sich Tausende von Journalisten die Finger wund darüber geschrieben, was Mueller und seine wackeren Recken alles herausfinden könnten über den US-Präsidenten. Spekulationen und wackelige Gerüchte türmten sich aufeinander wie ein Jenga-Turm. Und jetzt … Fakten. Feststehende Tatsachen. (mehr …)