Schwere Sprache: genau so vs. genauso

Schwere Sprache: genau so vs. genauso

Mitunter verhake ich mich hoffnungslos in der deutschen Rechtschreibung und greife dann ächzend zum Duden. Besonders gemein finde ich „genau so“ und „genauso“. Zur Illustration des Problems:

Genau so war es, aber genauso gut hätte es anders kommen können.

Meine Eselsbrücken sind:

  • Soll Präzision betont werden, wird „genau so“ getrennt geschrieben.
  • Geht es um eine Ähnlichkeit, wird „genauso“ zusammengeschrieben.

Beispiele:

  • Genau so habe ich das Wort zu schreiben.
  • Genau so ist der Satz gemeint.

Aber:

  • Genauso gut könntest Du mit dem Fahrrad fahren.
  • Ich verstehe die Rechtschreibregeln genauso wenig wie Du.

Weiterführende Links mit Beispielen:

von Gerald Himmelein in Ortogravieh, Sprachliches
Die große DHL-Schnitzeljagd

Die große DHL-Schnitzeljagd

Neulich lag ein Abholzettel von DHL in meinem Briefkasten, demzufolge ich mein Päckchen in einer vier Kilometer entfernten Filiale abholen durfte.

Bei Lieferungen an die nächstgelegene Packstation habe ich mich schon daran gewöhnt, dass die Sendungen gelegentlich in DHL-Shops verschleppt werden – etwa, weil die Packstation defekt war oder voll. Gelegentlich landeten sie auch in einer anderen Packstation, die dann zwei Kilometer entfernt war. Dass eine an die Wohnadresse gerichtete Sendung in einer vier Kilometer entfernte Postfiliale landete … das war neu.

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von Gerald Himmelein in Eindrücke, Erlebtes
Schwere Sprache: Auslassungspunkte …

Schwere Sprache: Auslassungspunkte …

Etwas, was ich auch nach Jahrzehnten beruflichen Schreibens immer wieder falsch gemacht habe, war das Setzen von Auslassungspunkten. Dann wurde ich zum Gegenleser geschlagen und plötzlich musste ich es beherrschen.

Schnell stellte ich fest, dass die Regeln eigentlich ganz einfach sind. Plötzlich irritierte es mich ungemein, dass die lieben Kollegen das irgendwie nicht gebacken kriegten. Immer wieder musste ich mich daran erinnern, dass ich es mindestens 15 Jahre selbst immer wieder falsch gemacht habe.

Also nochmal zum Mitmeißeln die drei wesentlichen Regeln:

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von Gerald Himmelein in Ortogravieh, Sprachliches

Spontanes Gekrakel (4)

In einem Seminar dahingeworfene Zeichnung, nicht einmal richtig radiert. (Nur nicht einschlafen, nur nicht einschlafen …)

von Gerald Himmelein in Grafisches, Zeichnungen

Was tun mit spleenigen Firmen- und Produktnamen

Die erste meiner beiden Grundregeln journalistischer Arbeit lautet: „Die Namen müssen stimmen“. Bei Menschen halte ich diese Maxime für unverhandelbar. Bei den Namen von Firmen und Produkten sehe ich das anders. Das sind keine natürlichen Namen, die kommen aus einem Komitee, wenn nicht gar von einer Marketing-Agentur.

Beim Benennen von Produkten und Herstellern ist das Ziel, hervorzustechen. Bestimmte Tricks bei der Namensgebung machen mich allerdings etwas aggressiv – vor allem seltsame Großschreibung und ausgefallene Interpunktion.

Vor langer, langer Zeit, nannten sich US-Firmen „AAA Irgendwas“ und „ACME“, um im Telefonbuch ganz vorne zu stehen (Für die jüngeren Leser: Telefonbücher waren schwere Papierwälzer, in denen Anschlussinhaber, also Besitzer von Fernsprechern, namentlich sortiert standen. Prä-Internet). Bands nannten sich „Abba“ oder „ZZ Top“, um im Regal des Plattenhändlers leichter gefunden zu werden (Für die Jüngeren: Plattenhändler waren … seufz).

Diese Zeiten sind vorbei. Stattdessen versuchen Hersteller heute oft, durch auffallende Schreibweisen aufzufallen.

So, bevor jetzt ganz viel Text kommt, eine kurze Zusammenfassung:

  • durchgehende Kleinschreibung ist peinlich, Großbuchstaben nach dem ersten Buchstaben noch peinlicher
  • durchgehende Großschreibung bleibt Akronymen vorbehalten, die man eh nicht als Wort ausspricht (z.B. DLG)
  • Einzelne Großbuchstaben in Wörtern tun nicht weh (PageMaker)
  • Interpunktion in Wörtern ist Teufels!werk
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von Gerald Himmelein in Schreibtipps, Sprachliches

Spontanes Gekrakel (3)

Es begab sich zu einer Zeit, als ein Name mit gruseliger Vehemenz durch die Medienlandschaft spukte …

Entstanden innerhalb einer Viertelstunde oder so.

von Gerald Himmelein in Grafisches, Zeichnungen

Moralphilosophische Diskussionen mit dem 1&1-Support

Am Donnerstag war plötzlich, von einer Minute auf die andere, daheim das Internet weg.

Da das nicht zum ersten Mal passierte, bin ich der Reihe nach die üblichen Verdächtigen durchgegangen. Zuerst habe ich nachgesehen, ob der Hund das Kabel aus der TAE-Dose gezerrt hat. Dabei fiel mir ein, dass wir immer noch keinen Hund haben. Dann habe ich den Router neu gestartet und gewartet, bis die Leuchten nicht mehr blinkten.

Als Nächstes habe ich die Administrationsoberfläche des Routers geöffnet, die mir mitteilte, dass ich kein Internet habe.

Sowas aber auch.

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von Gerald Himmelein in Computerei, Eindrücke, Erlebtes

Der Behindertenparkplatz

Beinahe passiert:

Am Parkplatz des Supermarkts sehe ich einen kräftigen Herren, der mit seinem SUV auf dem Behindertenparkplatz steht und Bierkästen in den Kofferraum hievt.

„So behindert sehen Sie gar nicht aus“, sage ich zu ihm, während mein Auto sich aufschließt.

Wortlos klatscht der Mann seinen Kofferraum zu. Darauf prangt groß ein Aufkleber mit der Aufschrift „Freiheit für Beate Zschäpe“.

Ich, hochrot: „Hiermit entschuldige ich mich in aller Form für meinen Irrtum.“

von Gerald Himmelein in Nicht erlebtes

Erbrochenes Deutsch: Die Luftmatratze

Für Weihnachten wollte ich eine eine selbstaufblasende Luftmatratze im Haus haben. Für den Fall des Falles, weil man nie weiß, wer plötzlich übernachten will oder muss.

Ich gehöre zu den letzten drei Leuten auf dem Planeten, die noch Gebrauchsanweisungen lesen. Gelegentlich sind sie sehr informativ, oft vor allem amüsant. Hier hielt es sich die Waage:

Es ging dann noch weiter.

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von Gerald Himmelein in Eindrücke, Gesehenes, Ortogravieh