Google Bildersuche retten

Google hat seine Bildersuche (Google Image Search) in den letzten Monaten immer weiter verschlimmbessert. Ich suche häufig nach der größtmöglichen Auflösung eines Bilds, das ich irgendwo gefunden habe – oft, um dessen ursprüngliche Quelle aufzuspüren.

Früher zeigte mir die Google-Bildersuche optional die Dateigröße an, was sehr half. Längst nicht mehr. Klar kann ich stattdessen DuckDuckGo verwenden, doch deren Bildersuche bleibt hinter den Ergebnissen von Google zurück (ansonsten finde ich DDG klasse).

Zudem hat Google den Knopf zum Betrachten der Bilddatei entfernt, um Anwender dazu zu bewegen, die Website mit dem eingebetteten Bild zu besuchen. Diverse Webmaster leiten Besucher stattdessen auf andere Seiten um, gerne auf die Hauptseite, von der man sich dann zum Ziel hangeln soll – nervig.

Zwei Add-ons für Firefox drehen das Rad der Zeit zurück:

  • Google Images Restored von fanfare stellt so weit wie möglich das Layout der Bildersuche vor dem 6. August 2019 wieder her. Die Dateigröße erscheint man leider per Mouseover, aber immerhin.
  • View image in Google Images von Bigpress Software zaubert den „Bild ansehen“ Knopf wieder hervor.

Getestet mit Firefox 74.0 (64-Bit) unter Windows 10.

Bonus: Es gibt diverse andere Add-ons, die Ähnliches versprechen, aber nicht funkionieren, darunter „Google Images Downloader“, „View Image for Google Images“, „Make Google Images Great Again“, „Google image view image button“ und „View or Download Google Images“. Ja, ich habe sie alle ausprobiert.

von Gerald Himmelein in Computerei
Aus der Ferne helfen

Aus der Ferne helfen

Nein, dies ist kein Spendenaufruf.

In meinem mittlerweile monatlichen SoftMaker-Blog habe ich über Fernsupport geschrieben, sei es mit AnyDesk, TeamViewer oder VNC.

Manchmal ist die Person, die Ihre Hilfe benötigt, schon damit überfordert, die Fernverwaltungssoftware selbsttätig zu starten. Dies bedeutet, dass Sie Ihren Schützling beim Download telefonisch anleiten müssen. Gehen Sie in kleinen Schritten vor und führen Sie jeden Schritt parallel auf Ihrem eigenen Computer aus, um sicherzustellen, dass Sie nichts Wesentliches auslassen.

Der Artikel umfasst sowohl Ratschläge für Leute, die Hilfe aus der Ferne benötigen, als auch Ratschläge für Helfer. Und einen Witz über ein berühmtes Centerfold. Und wie man damit umgeht, wenn ansonsten liebgewonnene Freunde beginnen, hilfsbereite Helfer auszunutzen.

Der Artikel ist bewusst so wenig technisch wie möglich gehalten; in erster Linie ging es mir um die zwischenmenschlichen Herausforderungen.

Wer zum ersten Mal Fernunterstützung leistet, stolpert oft über einen Moment, in dem sich der Mauszeiger in unerwartete Richtungen bewegt oder unbeabsichtigte Mausklicks stattfinden. Daran sind fast nie Kobolde schuld.

aus: Von zu Hause aus helfen: Umgang mit Fernsupport

Ach ja: Und hier steht das englische Original.

First-time remote supporters often stumble across an initial moment of awkwardness where the mouse cursor moves in unexpected directions or clicks do unintended things. This is hardly ever caused by gremlins.

aus: Helping from Home: Handling Remote Support

Zur Erinnerung (damit ich es nicht vergesse): Ich schreibe die Beiträge auf Englisch und übersetze sie danach selbst ins Deutsche. Die restlichen Übersetzungen übernehmen Vollprofis.

von Gerald Himmelein in Beiträge Online, Berufliches, Computerei

War ja irgendwie klar

Überall Hamsterkäufe

Erst war das Mehl alle. Dann der Reis, dann die Nudeln, dann …

von Gerald Himmelein in Grafisches
Der höfliche Bettler

Der höfliche Bettler

Er kommt mit einem leichten Zögern auf mich zu, als sei es ihm peinlich, mich anzusprechen. Mit minimal gesenktem Kopf, aber aktiv Augenkontakt suchend, spricht er mich an.

„Entschuldigen Sie bitte, aber hätten Sie vielleicht einen Euro für einen Kaffee für mich übrig?“

Ein formvollendeter Vortrag. Seine Augen bittend, seine offene Hand leicht in meine Richtung zeigend, ohne fordernd zu wirken. Er trägt einen abgetragenen Anorak, einen etwas zerzupften Bart, ist vermutlich um die Anfang Sechzig, aber vielleicht auch erst Mitte Vierzig. Schwer zu sagen, Leute mit stark bewegtem Lebenswandel sehen früh verlebt aus.

Ich weiß nicht, was ich antworten soll.

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von Gerald Himmelein in Eindrücke, Erlebtes
Zehn Schritte vor dem MRT

Zehn Schritte vor dem MRT

(Fast passiert.)

Vor der MRT-Maschine stellt die medizinische Fachangestellte die letzten Sicherheitsfragen.

Habe ich Metall im Körper? Nein.

Bin ich Diabetiker? Nein.

Habe ich hohen Blutdruck? Nein.

„Haben Sie MS?“

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von Gerald Himmelein in Nicht erlebtes

Große Probleme

Ein guter Freund ist eher hochgewachsen. Hinzu kommt eine imposante Breite – ein Nachtclub würde ihn ohne weitere Fragen als Türsteher einstellen. Er ist an einer Stelle im Leben angelangt, in dem ihm Witze über sein Format etwas auf die Nerven gehen („Wie ist die Luft da oben“ u.ä.).

Neulich schreibt er mir als Textnachricht:

Hab heute im Supermarkt eine kleinwüchsige Frau gebeten, mir etwas aus dem untersten Fach rauszugeben. War auch wieder nicht okay …

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von Gerald Himmelein in Erlebtes

Grabsteinplanung

Als ich vor einer Weile wieder älter geworden wieder bin, begann ich, mir spontan Gedanken um meine Grabinschrift zu machen – wie man das halt so tut.

Meine aktuellen Favoriten sind:

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von Gerald Himmelein in Grafisches, Illustrationen
Öffnungszeiten

Öffnungszeiten

So nicht ganz passiert.

Ich stehe vor einem geschlossenen Geschäft und tue, was man vor geschlossenen Geschäften so tut: die Tabelle mit den Öffnungszeiten studieren und versuchen, sie mir zu merken. Zu mir gesellt sich ein noch älterer Herr.

Er schnaubt: „Warum haben die denn so selten offen?“

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von Gerald Himmelein in Nicht erlebtes