In-Ears: Hauptsache, nicht zu teuer

Freunden rate ich immer, für In-Ear-Kopfhörer nicht mehr als 40 Euro auszugeben. (Selbst habe ich mich nicht daran gehalten, dazu später mehr.) Die Hauptkriterien für meine Auswahl sind:

  • leichte Hörer mit sicherem Sitz in den Ohren (damit sie nicht rausfallen)
  • Bluetooth (weil ich mich zu häufig in Kabeln verheddere)
  • gute Versiegelung nach außen (möglichst wenig Windgeräusche)
  • unkompliziert zu transportieren (am besten mit eigener Tasche)
  • ordentlicher Bass (nicht zu wummernd oder diffus)
  • bequem zu bedienen (auch im Winter mit Handschuhen)
  • Mikrofon (um damit unterwegs zu telefonieren)

Mit der Regel „leichte Hörer“ fallen alle Ohrhörer heraus, bei denen die Akkus direkt im Hörer sitzen — also auch die aktuell modernen komplett schnurlosen Stöpsel. Der Akku hat gefälligst in der Steuereinheit mit dem Mikrofon zu sitzen.

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von Gerald Himmelein in Eindrücke, Ratschläge
Schwere Sprache: Apostrophe

Schwere Sprache: Apostrophe

Aufgrund meiner wildbewegten Jugend fühlt sich Deutsch für mich mitunter wie eine zweite Sprache an. In meinem Hinterkopf laufen eigentlich dauernd Spanisch und Englisch parallel mit. Wenn die Sprachen im Kopf nicht mehr synchron laufen, fallen mir diverse Kuriositäten auf.

Ein schönes Beispiel ist, wie sich der englische Genitiv schleichend, aber unausweichlich in der deutschen Sprache breitmacht.

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von Gerald Himmelein in Ortogravieh, Sprachliches

Schreiben für ein neues Publikum

Vor einigen Monaten kontaktierte mich die Firma SoftMaker mit der Frage, ob ich jemanden wüsste, der deren Firmen-Blog um Fachartikel ergänzen könnte. Es sollte ausdrücklich nicht um Firmen-PR gehen, sondern um journalistische Berichterstattung. Ich empfand das als eine interessante Herausforderung und bot meine Feder an.

Letzte Woche ist der erste Beitrag erschienen, zum Thema Online-Übersetzer mit speziellem Fokus auf DeepL. Dieses Kölner Unternehmen lässt die Babelfische von Google und Microsoft alt aussehen. Der erste Blog-Beitrag wird von einem Interview flankiert, das mich den Lesern des SoftMaker-Blogs vorstellt.

Ich erzähle im Folgenden mal ein bisschen, wie es war, nach 20 Jahren c’t für ein ganz anderes Publikum zu schreiben und welche Erfahrungen ich dabei gesammelt habe.

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von Gerald Himmelein in Beiträge Online, Berufliches, Computerei

Hase gegen Schildkröte

Im Englischen rennt der Hase nicht gegen einen Igel um die Wette, sondern gegen eine Schildkröte.

Wie kam ich auf die Idee, das zu zeichnen? Keine Ahnung. Gelegentlich zeichne ich einfach drauf los.

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von Gerald Himmelein in Grafisches, Zeichnungen

Wenn mir ACDsee, Nvidia und Microsoft ungefragt über die Schulter gucken

Beim Stöbern in der Liste der Anwendungen, die mein Windows 10 beim Start lädt, fiel unter „Task Scheduler“ ein „Nvidia Telemetry Monitor“ auf. Bei diesem Anblick lief mir ein bisschen die Galle über und ich machte mich daran, den kleinen Spion lahmzulegen.

Telemetrie ist ein abstraktes Wort für eine ganz konkrete Sache: Telemetrie-Dienste protokollieren Anwenderverhalten und senden die Ergebnisse gebündelt an den Hersteller. Mit etwas Glück werden die Daten vor dem Versand anonymisiert, aber wie gründlich das passiert, entzieht sich meiner Kontrolle.

Wenn mich eine Anwendung ohne Frage per Telemetrie aushorcht, stellen sich deshalb sofort meine Stacheln auf und ich fange an zu forschen.

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von Gerald Himmelein in Computerei

Eine Denkblase

Eigentlich ganz einfach, sowas.

von Gerald Himmelein in Grafisches

Windows 10 wacht(e) immer wieder auf

Mein frisch zusammengebauter Rechner (Windows 10 64-Bit) wachte immer wieder aus dem Ruhezustand auf. Grund war eine Einstellung des LAN-Adapters. Festgestellt habe ich das mit dem Befehl „powercfg lastwake„.

So soll es nicht bleiben

Die Situation: Der Umzug meiner Windows-10-Konfiguration scheint wie am Schnürchen gelaufen zu sein. Dann versetze ich den Rechner zum ersten Mal in den Ruhezustand. Die Ventilatoren bleiben stehen, die Monitore schalten sich aus, sieht gut aus. Als ich wenige Minuten später in den Raum zurückkomme, ist der Rechner jedoch an, als sei nichts gewesen.

Ich aktiviere den Ruhezustand wieder und bleibe neben dem PC stehen. Der Rechner schaltet sich tadellos ab. Ich atme einmal aus und einmal ein. Plötzlich melden sich erst die optischen Laufwerke, dann gehen die Monitore wieder an. Nur weil ich Einschlafprobleme habe, muss mein Rechner das doch nicht nachmachen.

Erster Versuch: Ruhezustands-Datei neu anlegen

Der erste Gedanke ist, dass die Ruhezustands-Datei (hiberfil.sys) beschädigt sein könnte. Die kann man radikal per Hand löschen oder man kann das bequem Windows machen lassen. Ich bin eher bequem veranlagt. In einer Eingabeaufforderung mit Administratorrechten gebe ich ein:

powercfg -h off

Das schaltet den Ruhezustand ab und löscht die Datei. Dann tippe ich direkt darunter ein:

powercfg -h on

Dieser Befehl aktiviert den Ruhezustand wieder und legt eine neue Ruhezustand-Datei an.

Hat in meinem Fall leider nicht geholfen: Der Rechner wacht weiterhin nach ein paar Sekunden Ruhezustand wieder auf.

Zweiter Versuch: Wer weckt meinen Rechner?

Also frage ich Windows, wer meinen Rechner immer wieder weckt. Dazu öffne ich wieder eine Eingabeaufforderung mit Adminstratorrechten und gebe ein:

powercfg /lastwake

Und, siehe da, Windows identifiziert sofort den Schuldigen: Es war der Netzwerk-Adapter.

Der Ethernet-Adapter (der Netzwerk-Chipsatz) ist Schuld.

Lösung: Störenfried zum Schweigen gebracht

Im Geräte-Manager wähle ich unter „Netzwerkadapter“ den Intel-Chipsatz aus. Ein Doppelklick öffnet die Eigenschaften des Netzwerkadapters. Im Karteireiter „Energieverwaltung“ (Englisch: „Power Management“) entferne ich das Häkchen neben der Zeile „Gerät kann den Computer aus dem Ruhezustand aktivieren“ (Englisch: „Allow this device to wake the computer“).

Seitdem ist Ruhe(zustand).

Was auch hätte helfen können

Hätte Windows bei „powercfg /lastwake“ nichts Hilfreiches ausgespuckt, hätte ich als nächstes

powercfg /waketimers

eingegeben. Damit zeigt Windows an, welche regelmäßigen Aufgaben der Meinung sind, den Rechner aufwecken zu dürfen. In der Aufgabenplanung könnte ich dies dann umstellen. Die harte Variante wäre, in den Energieeinstellungen unter „Energie sparen“ die Option „Zeitgeber zur Aktivierung zulassen“ auszuschalten.

Weitere Tipps zum Thema

Deskmodder.de: „Windows 10 PC wacht immer wieder auf

Windows Answers: „Windows 10 wacht aus Standby dauernd von alleine auf

Bonus: Dieser Text ist ein stilistisches Experiment. Ich habe absichtlich alle Sätze, die meine Aktivitäten beschreiben, im Präsenz gelassen. (Die Screenshots zeigen ein englischsprachiges Windows 10, weil mein Windows 10 momentan auf Englisch eingestellt ist.)

von Gerald Himmelein in Berufliches, Computerei