schreibweise

Was tun mit spleenigen Firmen- und Produktnamen

Die erste meiner beiden Grundregeln journalistischer Arbeit lautet: „Die Namen müssen stimmen“. Bei Menschen halte ich diese Maxime für unverhandelbar. Bei den Namen von Firmen und Produkten sehe ich das anders. Das sind keine natürlichen Namen, die kommen aus einem Komitee, wenn nicht gar von einer Marketing-Agentur.

Beim Benennen von Produkten und Herstellern ist das Ziel, hervorzustechen. Bestimmte Tricks bei der Namensgebung machen mich allerdings etwas aggressiv – vor allem seltsame Großschreibung und ausgefallene Interpunktion.

Vor langer, langer Zeit, nannten sich US-Firmen „AAA Irgendwas“ und „ACME“, um im Telefonbuch ganz vorne zu stehen (Für die jüngeren Leser: Telefonbücher waren schwere Papierwälzer, in denen Anschlussinhaber, also Besitzer von Fernsprechern, namentlich sortiert standen. Prä-Internet). Bands nannten sich „Abba“ oder „ZZ Top“, um im Regal des Plattenhändlers leichter gefunden zu werden (Für die Jüngeren: Plattenhändler waren … seufz).

Diese Zeiten sind vorbei. Stattdessen versuchen Hersteller heute oft, durch auffallende Schreibweisen aufzufallen.

So, bevor jetzt ganz viel Text kommt, eine kurze Zusammenfassung:

  • durchgehende Kleinschreibung ist peinlich, Großbuchstaben nach dem ersten Buchstaben noch peinlicher
  • durchgehende Großschreibung bleibt Akronymen vorbehalten, die man eh nicht als Wort ausspricht (z.B. DLG)
  • Einzelne Großbuchstaben in Wörtern tun nicht weh (PageMaker)
  • Interpunktion in Wörtern ist Teufels!werk
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von Gerald Himmelein in Schreibtipps, Sprachliches
Schwere Sprache: Standard vs. Standart

Schwere Sprache: Standard vs. Standart

Es gibt Leute, die „Standart“ schreiben, obwohl sie Standard meinen. Online findet sich dieser Fehler sogar recht häufig:

Amazon-Produktbeschreibung

Mit einer Eselsbrücke kann man sich ganz einfach merken, was richtig ist. Mir fallen spontan drei Eselsbrücken ein:

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von Gerald Himmelein in Ortogravieh, Sprachliches