Gerald Himmelein

Vladimir Putin

Vladimir Putin

russischer Politiker (1952-)

Eigentlich wollte ich ja keine Politiker mehr zeichnen und Schraffieren wollte ich auch nicht mehr.

Dann habe ich meine Meinung geändert.

Im zugrundeliegenden Foto guckte er weniger traurig, die Ohren sind ihm beim Zeichnen auch gewachsen und die Stirn ist geschrumpft. Es ist mehr eine Karikatur geworden als ein Portrait.

Das Hemd ist getränkt mit dem Blut der Leute, die seine Entscheidungen ausstehen müssen.

Bill Duke

Bill Duke (1)

US-amerikanischer Schauspieler (1943-)

Bill Duke in „Predator“ (1987)

Einer Umfrage von 2017 (?) zufolge fanden britische Männer, der Film „Predator“ sei aufregender und stimulierender als eine Ehe. Was beweist das? Dass solche Umfragen wertlos sind.

Mit seinem Thema „Muskelprotze im Urwald“ ist der Film Predator ein Testosteronfeuerwerk, Frauen kommen nur sehr peripher vor. Solange man ihn nicht ernst zu nehmen versucht, kann der Film sehr unterhaltsam sein, auch wenn ich die erste und dritte Sequel (also „Predator 2“ und „The Predator“) vorziehe.

Bill Duke ist in diesem Film jedenfalls grandios — er entwickelt mehr Persönlichkeit als der Hauptdarsteller Arnold Schwarzenegger.

Patrick McGoohan

Patrick McGoohan (1)

US-amerikanischer Schauspieler (1928-2009)

Patrick McGoohan in „Nummer 6“ (The Prisoner, 1968)

Der unvergleichliche Patrick McGoohan als „Nummer 6“ in der gleichnamigen Serie.

Die Einstellung kommt aus derselben Folge „One Upon A Time“ (Titel in Deutschland: „Pas de deux“), aus der auch das vor einigen Monaten hier publizierte Bild von Leo McKern stammte.

The Prisoner war eine seinerzeit kurzlebige Fernsehserie, die aufgrund seiner Zeitlosigkeit ein erfreulich langes zweites Leben genießt.

In der fraglichen Folge zeigen die beiden Hauptdarsteller alles, was sie können. In anderem Zusammenhang würden die Szenen überzeichnet wirken, hier funktionieren sie großartig. Patrick McGoohan muss innerhalb von Sekunden eine weite Spanne an widersprüchlichen Emotionen abdecken. Hier guckt er noch verschmitzt …

Jessica Lange

Jessica Lange

US-amerikanische Schauspielerin (1949-)

Jessica Lange in „Operation Blue Sky“ (Blue Sky, 1994)

Jessica Lange hat es geschafft, immer wieder nach oben zu kommen — zuletzt in der Horror-Serie „American Horror Story“, zuvor u. a. im Dustin-Hoffman-Vehikel „Tootsie“ und erstmals im durchwachsenen 1976-Remake von „King Kong“.

In Blue Sky stand sie zusammen mit Tommy Lee Jones vor der Kamera.

Die hochgeföhnte Frisur hat mir sichtbar Probleme bereitet. Dafür bin ich mit der Augenpartie und dem Mund sehr zufrieden.

Animal

Animal

US-amerikanischer Schlagzeuger (1975-)

Animal, auch als „Tier“ bekannt, ist eines meiner Lieblings-Muppets.

Der Drummer der Muppets-Hausband „Dr. Teeth and the Electric Mayhem“ ist … temperamentvoll, um es gepflegt auszudrücken. Und unzerstörbar.

Animal hat sich schon mehrfach mit Drummern „duelliert“:

Gelegentlich hat er auch verloren, am denkwürdigsten gegen die mindestens ebenso temperamentvolle Rita Moreno.

Seine Trommelkunst verdankte Tier für gewöhnlich dem britischen Jazz-Schlagzeuger Ronnie Verrell.

Schaf auf Skiern

Ein Schaf in der Luft

Aus der Serie „Schafe in schafsuntypischen Situationen“, Nummer 3. Vorläufer: Zwei Schafe auf einem Fahrrad Ein Schaf auf dem Laufband Gezeichnet 2006, per Hand, am Computer, in Corel Painter.

Gerald schraffiert

Ein kleiner Exkurs über meine Schraffurportraits, die Motivation und Technik dahinter und was ich dabei gelernt habe.

Bean Bunny

Bean Bunny

US-amerikanischer Hase (1986-)

Bean Bunny ist ein Hase, der zuerst im Jim-Henson-Special „The Tale of the Bunny Picnic“ auftrat. Henson soll ihn absichtlich so niedlich wie möglich gestaltet haben, als Blitzableiter quasi.

Bei den anderen Muppets kommt seine unerträgliche Niedlichkeit nicht so toll an, er ist häufig das Opfer ihrer Scherze.

Ursprünglich wurde Bean Bunny von Steve Whitmire gespielt. Da letzterer seit einigen Jahren nicht mehr für Henson tätig ist, wird sich Bean vermutlich gerade nach einer anderen fähigen Hand umsehen.

Boris Karloff

Boris Karloff (1)

Britischer Schauspieler (1887-1969)

Boris Karloff in „Das Strafgesetzbuch“ (The Criminal Code, 1930)

Über Boris Karloff und diesen Film könnte ich einen ganzen Essay schreiben. Ach ja, das ist ja meine Website, ich darf machen, was ich will. Also …

Geboren wurde er als William Henry Pratt und an der London University zum Diplomaten ausgebildet. Dann entschloss er sich für eine Karriere als Bühnenschauspieler, wanderte nach Kanada aus und nannte sich fortan Boris Karloff. Die Legende war geboren.

Im sehr spannenden Howard-Hawks-Film „The Criminal Code“ ist Karloff eine der beiden zeitlosesten Figuren. In der Hauptrolle spielt Walter Huston einen sehr energievollen Staatsanwalt, der Gefängnisdirektor wird. Es heißt, die Intensität seiner Darstellung sei beim damaligen Publikum als sensationell modern angekommen. Ich fand ihn zwar unterhaltsam, aber auch anstrengend und etwas übertrieben. (Als Messlatte: Im Vergleich zu Huston wirkt William Shatner zurückhaltend.)

Die zweite Hauptrolle ist ein Häftling, gespielt von Phillips Holmes. Es ist eine undankbare Rolle: Er muss sympathisch wirken, aber auch zerrissen. Der Film setzt voraus, dass die Zuschauer mit seinem Schicksal mitfiebern, dafür wirkt er für mich aber zu blass. Irgendwann baut die Handlung aber dann doch genügend Spannung auf, um die Zuschauer auf seine Seite zu ziehen.

Sehr charmant und natürlich fand ich hingegen Constance Cummings als Tochter des Gefängnisdirektors. Boris Karloff stellt sie aber alle in den Schatten — eigentlich hat er nur eine Nebenrolle, aber sobald er im Bild ist, gewinnt der Film enorm an Energie. Bei Karloff sitzt jeder Satz, jede Geste. Seine ausdrucksstarken Augen glühen wild und überbrücken mühelos die bald 100 Jahre zwischen dem Film und den Zuschauern.

The Criminal Code war ein so großer Erfolg und seine Handlung so unverwüstlich, dass es zwei Remakes gab. Ich habe Ausschnitte aus den Remakes gesehen: Guckt sie nicht, seht das Original. Die 97 Minuten vergehen wie im Fluge.

Jerry Stiller

Jerry Stiller

US-amerikanischer Schauspieler (1927-2020)

Jerry Stiller bei einer Galaveranstaltung.

Der Vater von Ben Stiller.

Die Zeichnung entstand auf Bitte eines Freundes, dem ich nichts ausschlagen kann. Schon gar nicht, als die Web-Bildersuche ein sehr interessant ausgeleuchtetes Bild von ihm herauswarf, das eine erstklassige Schraffurvorlage abgab.

Kim Novak

Kim Novak (1)

US-amerikanische Schauspielerin (1933-)

Kim Novak in „Vertigo: Aus dem Reich der Toten“ (Vertigo, 1958)

Unglaublich, dass dieser Film ursprünglich kein Erfolg war.

Als ich Vertigo zum ersten Mal sah, war Kim Novak für mich der Inbegriff von Schönheit schlechthin. Diese Augen … diese Augenbrauen … ich war hin und weg. Dass der Film schon damals ein Klassiker war und Frau Novak inzwischen deutlich mehr Jahre auf dem Tacho hatte, spielte keine Rolle.

Der Film ist für mich zeitlos und ich könnte ihn wohl einmal pro Woche sehen, ohne dass mir dabei langweilig würde.

Billie Dove

Billie Dove

US-amerikanische Schauspielerin (1903-1997)

Billie Dove in „Sensation Seekers“ (1927)

Ein Stummfilm, der in Deutschland nie auf die Leinwand kam.

Billie Dove wurde als „Bertha Eugenie Bohny“ geboren, ein Kind Schweizer Einwanderer. Bevor sie Billie Dove wurde, war sie Lillian Bohny. Als Jugendliche begann sie eine Karriere als Model, wurde dann von Florenz Ziegfield entdeckt und Mitglied der bekannten Ziegfield Follies Revue. Sie hatte zahlreiche Verehrer, darunter Howard Hughes, mit dem sie sogar verlobt war.

1932 gab sie die Schauspielerei auf und heiratete einen Ölmagnaten. Mit ihm verbrachtete sie 35 Jahre. Die Sängerin Billie Holiday (gebürtig Eleanora Fagan) ließ sich bei ihrem Künstlernamen von Dove inspirieren.

Arnold Schwarzenegger

Arnold Schwarzenegger

österreichischer Schauspieler (1947-)

Arnold Schwarzenegger in „The Terminator“ (1984)

Diesen Film habe ich das erste Mal auf einer leiernden VHS-Kassette gesehen. Damals war der Hauptdarsteller noch weitgehend unbekannt, was sich sehr schnell ändern würde.

Nur ein Jahr später sah ich im Kino, wie er im Alleingang die gesamte männliche Bevölkerung einer lateinamerikanischen Drittweltnation umbrachte. In einem Kino in einer lateinamerikanischen Drittweltnation. Beim Anfang des Films, in den USA, ging das Publikum noch mit. Als er in der Drittweltnation ankam und das große Schlachten begann, war die Reaktion eher verhalten.

Seinerzeit haben mich die Effekte von Terminator voll in den Bann gezogen. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie man so etwas technisch hinbekam (insbesondere die Szene vor dem Spiegel). Vor einigen Jahren habe ich den Film auf Blu-ray wiedergesehen. Bei der Spiegelszene war plötzlich so etwas von klar, wie sie gemacht worden war …

Mein erstes Wort

Meinen Eltern zufolge lautet das erste Wort, das ich gesprochen habe, „Nein“.

Dazu kam es schon im frühen Krabbelalter.

In der kleinen Mietwohnung stand eine große Topfpflanze, ich glaube es war ein Gummibaum, der ebenso regelmäßig wie fleißig gegossen wurde und sich dafür bedankte, indem er wuchs und gedieh.

Klein-Gerald hatte wohl die Angewohnheit, die saftige Erde aus dem Gummibaumtopf in sein Mäulchen zu stopfen. (Im Englischen ist „Eat dirt“ eine Demütigung, was ich nie so recht nachvollziehen konnte.)

Wenn meiner Mutter auffiel, dass ihr fröhlich auf allen Vieren die Wohnung erkundender Sohn wieder Kurs auf den Gummibaum nahm, rief sie laut und wiederholt „NEIN“.

Vincent Cassel

Vincent Cassel

französischer Schauspieler (1966-)

Vincent Cassel in „Hass“ (La Haine, 1995)

La Haine habe ich immer noch nicht gesehen, auch wenn er schon seit Jahren auf der Liste „will ich unbedingt sehen“ steht.

Ich weiß nur, dass es ein sehr intensiver Film sein muss, und dass ich diverse Rezensionen gelesen habe, nur um die beschriebene Handlung gleich wieder zu vergessen.

Bei der Schraffur habe ich mich ziemlich in den Stoppelhaaren verfangen und versucht, die glatten Gesichtszüge des damals noch sehr jungen Vincent Cassel mit konturierten Linien einzufangen. Hat viel Spaß gemacht.