Neulich kam es mal wieder zu Streit mit meinem Vater. Anlass waren natürlich Feinheiten der deutschen Grammatik. Ich hatte einen Text begonnen mit:

In einer spanischsprachigen Aphorismen-Sammlung steht folgender wunderschöner Satz:

Mein Vater war der Ansicht, das sei falsch. Zunächst fragte er betont freundlich, per Instant Messenger:

Sollte nicht das „r“ am Ende von „wunderschöner“ gestrichen werden?

Verunsichert, spielte ich erst einmal auf Zeit: „Da muss ich nachschlagen.“ Und dann, als ich nachgeschlagen hatte: „Duden sagt, das sei so richtig.“

So leicht wollte mein Vater nicht locker lassen.

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Im Studium hatten wir einen Professor, dessen Namen ich jetzt mal nicht nennen will. Er war sehr freundlich und zuvorkommend und sozial. Er hatte aber auch eine faszinierende Marotte.

Wenn ein*e Student*in im Seminar eine Frage stellte, auf die er keine Antwort hatte, antwortete er unweigerlich mit den Worten:

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