Gerald Himmelein

Achim Laschet

deutscher Politiker (1961-)

Das muss ein schreckliches Gefühl sein: monatelang im Fernsehen und auf Plakaten die ganze Republik zuversichtlich angelächelt zu haben und dann das historisch schlechteste Wahlergebnis einzufahren. Irgendwie tat er mir leid, was sich in der Zeichnung niederschlug.

Statt Angie 2.0 wurde Armin Laschet zum Bauernopfer der CDU. Als ob das Wahlergebnis allein an der Person gelegen hätte. Immerhin hat ihn Emmanuel Macron 2023 zum „Kommandeur im Nationalen Orden der französischen Ehrenlegion“ ernannt.

Omar Sy

Französischer Schauspieler (1978-)

Die meisten Personen kennen Omar Sy vermutlich aus dem Film „Ziemlich beste Freunde“ (Intouchables, 2011), der mir seit über zehn Jahren wärmstens empfohlen wird und den ich dennoch immer noch nicht gesehen habe.

Stattdessen lernte ich in der Serie „Lupin“ (Lupin, 2021) zu schätzen. Wenn ich das gegenüber Freunden erwähne, wird mir immer direkt empfohlen, „Ziemlich beste Freunde“ zu sehen. Wird irgendwann passieren.

Der Kleinkarierte

Deutscher Politiker (1962-)

Ein ehemaliger Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz. Schließlich wurde er sogar der CDU zu konservativ. Inzwischen vertritt er seine eigenen Werte.

Nach Ursula von der Leyen hatte ich mir ja vorgenommen, keine Politiker mehr zu portraitieren. Der Beschluss hat nicht gehalten.

Markus Anfang

Deutscher Fußballtrainer (1974-)

Gleich vorweg: Ich mag Fußball nur gebraten.

Als der Trainer Markus Anfang Ende 2021 in die Schlagzeilen geriet, weil er ein gefälschtes COVID-19-Impfzertifikat hatte, sah ich in einem Foto von ihm jedoch eine gewisse Tragik, die mich zu einer Schraffurzeichnung motivierte. Für meine Zeichnung habe ich den glücklosen Trainer etwas verfremdet.

Markus Anfang gestand Anfang 2022 den Besitz eines gefälschten Impfpasses, mit dem er 2021 auch den Kölner Karneval besucht hatte.

Der deutschen Wikipedia zufolge verlor er daraufhin seine Position beim Fußballverein Werder Bremen, musste eine fünfstellige Geldstrafe zahlen und wurde für ein halbes Jahr suspendiert. Ob er sich inzwischen gegen COVID-19 geimpft ließ, steht dort nicht.

Gezeichnet, per Hand, am Tablet, in Infinite Painter. Das Original ist ca. A4. Ein Klick auf das Bild führt zu einer größeren Ansicht.

André The Giant

Fanzösischer Wrestler und Schauspieler (1946-1993)

Der französische Wrestler André René Roussimoff, besser bekannt als „André The Giant“, war 213 Meter groß und wog zwischen 140 und 250 Kilo. Er starb mit nur 46 Jahren an Herzversagen.

Von seiner Natur her war er der sprichwörtliche sanftmütige Riese, was ihm eine legendäre Rolle im Film „Die Braut des Prinzen“ (The Princess Bride, 1987) einbrachte.

Meine Zeichnung basiert auf einer 3D-Büste von „mathewdc“, die dieser im Jahr 2020 auf Sketchfab veröffentlicht hat. Das virtuelle Modell idealisiert den Profiringer und Schauspieler ziemlich, was mir durchaus entgegenkam.

Übrigens wurde ebendieses 3D-Modell 2022 für einen Fake missbraucht: Da behauptete ein Twitter-User frech, die Büste sei eine wissenschaftliche Rekonstruktion des biblischen Josef — und diverse Leichtgläubige fielen darauf rein.

Gezeichnet, per Hand und mit viel Geduld, am Tablet, in Infinite Painter. Das Original ist ca. A4. Ein Klick auf das Bild führt zu einer größeren Ansicht.

Das Ganze noch mal in Schwarzweiß:

Barbara Shelley

Britische Schauspielerin (1932-2021)

Wer überzeugend in einem Film mitspielt, der davon handelt, wie eine getigerte Hauskatze der Reihe nach die Mörder seines Frauchens zur Strecke bringt, muss Talent haben.

Das Bild stammt aus dem Hammer-Horrorschinken „Schatten einer Katze“ (The Shadow of the Cat, 1961), für Barbara Shelley bestimmt nicht die dankbarste Rolle. Dennoch spielt sie Beth Venable voller Hingabe. nach und nach merkt die Nichte des Mordopfers, dass beim Tod ihrer Tante nicht alles mit rechten Dingen zugegangen sein kann.

Geschickte Kamerawinkel, gutes Timing und weniger gelungene Stoffattrappen machen die Katze Tabitha fast zu einer ernstzunehmenden Bedrohung — aber halt immer nur fast. Letztlich tut das dem Spaß am Film keinen Abbruch.

Der IMDb zufolge hat Barbara Shelley zwischen 1953 und 1992 satte 104 Auftritte in Filmen und Serien. Dazu gehören zahlreiche Klassiker der Genres Horror und Science Fiction, darunter „Das Dorf der Verdammten“ (Village of the Damned, 1960), „Blut für Dracula“ (Dracula – Prince of Darkness, 1966) mit Christopher Lee und der großartige dritte Quatermass-Film, „Das grüne Blut der Dämonen“ (Quatermass and the Pit, 1967).

Raymond Bloomer

US-amerikanischer Schauspieler (1886-1982)

Raymond Bloomer in „Sensation Seekers“ (1927)

Aus demselben Film habe ich schon Billie Dove gezeichnet. Bloomer spielt „Reverend Lodge“, der sich in die freizügige junge Frau verliebt, nachdem er ihr aus einer misslichen Lage (Gefängnis) geholfen hat. Die Kirche zürnt.

Raymond Bloomer begann seine Stummfilm-Karriere 1913 und spielte in 22 Filmen, mitunter unter dem Pseudonym „Raymond Royce Kent“. Reverend Lodge war Bloomers letzte Filmrolle.

Darlene Tompkins

US-amerikanische Schauspielerin (1940-2019)

Darlene Tompkins in „Beyond the Time Barrier“ (1960)

Mit 20 Jahren spielte Darlene Tompkins die Rolle der „Princess Trirene“ in „Beyond the Time Barrier“ (1960). Der Low-Budget-Film war so unspektakulär, dass er in Deutschland nie erschienen ist.

Zur Handlung: Der Pilot eines experimentellen Flugzeugs durchbricht versehentlich die Zeitmauer (!) und landet im fernen Jahr 2024 (!), wo inzwischen alle Männer steril sind. Pilot und Prinzessin bekommen den Auftrag, sich um die Wiederbevölkerung der Welt zu kümmern. Überraschenderweise mag er nicht. Dinge geschehen.

Digitales Double von Arnold Schwarzenegger

Digitale Verjüngungskuren in Filmen: Lasst stecken

Auf Heise Online ist wieder ein Artikel von mir erschienen: Warum digitales De-aging insgesamt aufgegeben werden sollte. Es ist hoffnungslos.

Meine These: Es wird nie gelingen, Schauspieler vollkommen überzeugend so aussehen zu lassen, als seien sie deutlich jünger. Selbst bei den „besten“ Versuchen bricht die Illusion immer wieder kurz zusammen. Das Ergebnis: Der Bruch lenkt Zuschauer von der eigentlichen Handlung ab und reißt ihn womöglich komplett aus dem Film.

Sam & Max Hit the Road

30 Jahre Sam & Max Hit The Road

Das Grafik-Adventure „Sam & Max Hit The Road“ ist eines meiner Lieblingsspiele. Hauptgrund dafür ist der anarchische Humor, der das Spiel in jeder Szene prägt. Ja, einige Puzzle sind fies und gemein (der versteckte dritte Magnet!), aber der Humor reißt’s immer wieder raus.

Da das erste Adventure von Sam & Max gerade 30 Jahre alt geworden ist, konnte ich am 27. November auf Heise Online eine Würdigung veröffentlichen. Der Text ist mal wieder viel länger geworden als geplant. Aber es gab halt so viel zu erzählen …

Volks.Seuche

Hallo, Volksseuche

Nach vier Jahren hat mich das verdammte Coronavirus dann doch noch erwischt. Und ich muss sagen: Ich hätte gut verzichten können. Drei Tage Schüttelfrost, bis zu 41° Grad Fieber, ein durchgeschwitztes Bett — wäre ich ungeimpft erkrankt, würde ich dies womöglich nicht mehr schreiben.

Wenn ich aktuell lese, dass Covid-19-Infektionen aktuell größtenteils harmlos verlaufen, kann ich nur verächtlich schnauben. Hätte ich vorher gewusst, wie lange und heftig mich das Virus ins Bett werfen würde, wäre ich seit Mitte Oktober nicht mehr ohne FFP2-Maske unter Leute gegangen.

Oh Coronoia, Du hast mich wieder: Bleibt mir alle vom Hals und tragt gefälligst wieder Masken; einmal Covid-19 reicht mir.

Was mit leichten Erkältungssymptomen begann, zeigte einen Tag später mit völliger Kraftlosigkeit und hohem Fieber sein wahres Gesicht. Zwölf Tage lang zeigten alle Schnelltests in Nullkommanix zwei rote Striche. Erst am dreizehnten Tag verblasste der zweite Strich endlich. Gesund fühle ich immer noch nicht.

Nachträge zu Demolition Man

Verpasste Gelegenheit zur Self-Promotion #673: Am 8. Oktober erschien auf Heise Online ein Artikel zum 30. Jubiläum von „Demolition Man“, der Science-Fiction-Action-Komödie mit Sylvester Stallone und Wesley Snipes.

Je finsterer die Ausblicke auf die unmittelbare Zukunft werden, desto mehr fasziniert mich der Rückblick auf Prognosen der Vergangenheit. In den frühen 80ern hatte jemand mal sinniert, welche Dystopie eher eintreten werde, „Schöne neue Welt“ oder „1984“. Die Bücher galten seinerzeit als Gegenpole. Wer hätte gedacht, dass sich Versatzstücke beider Visionen zu einer Gegenwart kombinieren würden …

Der Film „Demolition Man“ enthält gleich zwei Zukunftsvisionen: Der Prolog blickt drei Jahre voraus, ins inzwischen vergangene 1996; die Haupthandlung blickt 39 Jahre in die Zukunft, ins Jahr 2032. Um den Film in Erfüllung gehen zu lassen, gäbe es in den verbleibenden neun Jahren noch einiges umzusetzen.

Noch mehr Myst

30 Jahre Myst (2): Diverse Details

Wie so oft, habe ich für meinen Artikel über 30 Jahre Myst für Heise Online viel zu viel Mühe in die Recherche gesteckt. Es begann damit, dass ich „RealMyst“ und „Myst (2021)“ von Anfang bis Ende durchgespielt habe. Beim jüngsten Remake habe ich den Zufallsmodus verwendet, der die Lösung einiger Rätsel bei jedem Spiel neu auswürfelt.

Meine ganz individuelle Meinung zu den Schwächen der diversen Remakes habe ich in einem vorangegangenen Text geäußert: 30 Jahre Myst (1): Blick zurück im Zorn.

Für den Heise-Online-Artikel habe ich desweiteren diverse Artikel über Myst studiert, Interviews mit den Erfindern, alte und neue Rezensionen, Reddit- und Steam-Diskussionen, Walkthroughs … bis das alles in ein paar Wochen wieder aus meinem Gedächtnis gefallen ist, bin ich kurzzeitig ein weltweit führender Myst-Experte.

Ein paar Dinge, die noch im Hinterkopf herumhüpfen:

So ein Myst

30 Jahre Myst (1): Blick zurück im Zorn

Gestern ist auf Heise Online mein Artikel über 30 Jahre Myst erschienen, mein zweiter Spiele-Rückblick nach Day of the Tentacle im Juni 2023.

Ich gebe mir alle Mühe, diese klassichen PC-Spiele ohne rosa Brille zu rezensieren. Bei Day of the Tentacle (im Folgenden DOTT) ist mir das nicht leicht gefallen, weil ich ein großer Fan bin. Bei Myst hatte weniger Hemmungen, weil mich der Titel schon vor 30 Jahren zur Weißglut gebracht hat. (Nicht, dass mich DOTT seinerzeit nicht auch frustriert hätte.)

Meine unverblümte Meinung

Von Day of the Tentacle gab es seit dem Ur-Spiel nur ein Remake, von Myst inzwischen vier! Das DOTT-Remake finde ich überaus gelungen, aber an diesem Adventure war schon zuvor wenig auszusetzen. Myst hingegen … oh je.

Es gibt mich noch

Ein freundliches Hej an die unbekannten Leser:in dieser Zeilen.

Ja, ich weiß. Ich habe diese Website fast ein Jahr lang komplett vernachlässigt. Andere Dinge waren wichtiger (Gesundheit). Der Lebenslauf war bis vor wenigen Minuten auf dem Stand von 2020 — seitdem hat sich einiges getan.

Eine Website wie diese ist letztlich Self-Promotion. Damit tu‘ ich mich schwer. „Guckt her, was ich gemacht habe“, ist nicht so ganz mein Ding. Seit einem halben Jahr will ich einen Instagram-Account aufmachen und verschiebe das doch immer wieder.

Immerhin war ich die 11 Monate seit dem letzten Lebenszeichen hier nicht ganz untätig. Ich habe ein paar Artikel für meine „alte Werkstatt“ geschrieben, c’t und Heise Online. Ich habe andere Dinge getan, die mir gerade nicht einfallen. Ich habe meine erste Kurzgeschichte veröffentlicht, bei c’t.

Viel gezeichnet und gemalt habe ich auch, auf Papier und digital. Es ist nur eine Frage des „Sich-Aufraffens“, um diese Sachen hier online zu stellen. Wenn ich es endlich auf die Reihe kriege, folgt wohl eine Lawine. Irgendwann.

(Anmerkung: Die Artikelliste wurde zuletzt am 10.1.2024 aktualisiert.)