Die Kritiken waren seinerzeit nicht so toll: Nach dem Tod seiner Frau forscht ein Reporter den Spuren eines mystischen „Mottenmenschens“ nach. Regie führte Mark Pellington, dessen Thriller „Arlington Road“ (mit Jeff Bridges und Tim Robbins) ich nur wärmstens empfehlen kann.
„Vertigo“ gehört zu meinen absoluten Lieblingen und ist für mich zeitlos. Sowohl Kim Novak als auch James Stewart sind großartig darin. Als bräuchte ich eine Ausrede, immer neue Motive aus dem Film zu finden und nachzuzeichnen:
Aufgrund einer seltenen Erbkrankheit sieht Michael Berryman aus wie kein anderer Schauspieler auf der Welt. (Christ-Siemens-Touraine-Syndrom, schreibt die Wikipedia). Egal, wo er auftaucht, Zuschauer:innen wissen sofort: Ah, Michael Berryman, in einer Michael-Berryman-Rolle.
Im Horror-Klassiker „Hügel der blutigen Augen“ (The Hills Have Eyes, 1977) spielt er Pluto, einen Sohn der bizarren Jupiter-Familie. Berrymans dritte Filmrolle machte ihn zur Horror-Ikone und zum Aushängeschild des Films; seine Augen starren von jeder Fassung des Posters. Inzwischen hat er laut IMDb satte 106 Rollen hinter sich.
Meine erste Begegnung mit Berryman auf der Leinwand war in der Manga-Verfilmung „Mutronics – Invasion der Supermutanten“ (The Guyver, 1991). Danach sah ich ihn plötzlich überall.
Nach Jahren auf meiner „To-See-Liste“ habe ich „Hügel der blutigen Augen“ im März 2024 endlich gesehen. Bis 2007 stand der Film auf dem Index der Bundesprüfstelle und ist immer noch ohne Jugendfreigabe. Ich habe schnell gemerkt, warum das so ist: Es gibt Szenen, die immer noch beunruhigen.
Der Titel des Italowesterns lehnt sich überdeutlich an Sergio Leones legendäre Filme mit Clint Eastwood an, konnte aber wohl qualitativ nicht ganz mithalten.
In englischsprachigen Ländern trug der Film den Titel „The Hills Run Red“. Henry Silva spielt darin den Schläger García Mendez — um so überraschender fand ich diese Einstellung, in der er so entwaffnend lächelt.
Weil mich die Evolution dieses Special Effects so fasziniert hat, ist der Text ein bisschen nerdig geworden: Allein eine halbe Stunde habe ich mit der Suche danach verbracht, welche Standbild-Kameras bei „The Matrix“ nun genau zum Einsatz kam (und wurde in einer 25 Jahre alten Bildunterschrift fündig).
Bei meiner Recherche stieß ich auch noch auf eine Anomalie, von der ich nie zuvor irgendwo gelesen habe. Aber der Reihe nach …
Ich weiß über den Film eigentlich nur, dass er nach dem zweiten Weltkrieg spielt und ziemlich gut sein soll. Aber das Bild von Alec Guinness in der Rolle des Majors Jock Sinclair gefiel mir außerordentlich.
Er ist kaum zu glauben, dass dies derselbe Darsteller ist, der in „Ladykillers“ den Professor Marcus spielt oder in „Star Wars“ den emeritierten Obi Wan Kenobi.
Heute erschein auf Heise Online mein Rückblick auf den Film „The Matrix“, der am 31. März 1999 in US-amerikanische Kinos kam. Im Unterschied zu heute wurde der Film gestaffelt veröffentlicht; in Deutschland lief der Film am 17. Juni 1999 an.
Diesmal hatte ich heldenhaft versucht, mich kurz zu fassen, nur um vom Auftraggeber das Feedback zu bekommen: Da fehlt doch noch einiges! Also nochmal drangesetzt und weiter geschrieben. Der Text hat jetzt eine epische Länge, kommt aber offenbar trotzdem gut an.
Es gibt ein paar Sachen, die ich absichtlich ausgeklammert habe. Dazu gehörte der Umstand, dass die Credits des Films „The Wachowski Brothers“ als Urheber nennt, die beiden Wachowskis aber inzwischen als Lana und Lilly firmieren. Da es nicht um die Regisseure gehen sollte, sondern um den Film, fand ich das unwichtig. In meinen Augen ist das deren Privatangelegenheit. War aber nicht ganz einfach, das Thema komplett zu umschiffen.
Hashim Thaçi war erster Ministerpräsident und ehemaliger Präsident der Republik Kosovo. Im Juni 2020 wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Thaçi soll für etwa 100 Morde verantwortlich sein. Im Kosovokrieg starben über 13.000 Menschen.
Die Anklage des Kosovo-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag wurde noch während seiner Amtszeit verkündigt. Der Prozess begann im April 2023 und wird vermutlich zwei Jahre dauern. Hashim Thaçi wies alle Anklagepunkte zurück.
US-amerikanischer Politiker (1942-)US-amerikanischer Demagoge (1946-)
Joseph Robinette Biden ist der 46. Präsident der USA. Donald John Trump war der 45. Präsident der USA. Im November 2024 treten die Beiden zum zweiten Mal gegeneinander an.
Westeuropäer:innen können nur auf ihren Händen sitzen und abwarten. Mit jedem Tag klingt der US-Wahlkampf mehr wie die Prahlreden vor einem Wrestling-Match.
Noch ein Bild aus „Tod auf dem Nil“ (Death On The Nile, 1978), diesmal mit Mia Farrow. Der Blick zwischen Triumph und Irrsinn gefiel mir enorm.
Ich habe mir den Spaß gemacht, die Fassung von 1978 und das 2022-Remake von Kenneth Branagh in kurzem Abstand zu sehen. Spoiler: Die alte Fassung ist um Meilen besser.
Ja, das jüngere Remake hat etwas mehr Tempo, dafür fehlt es aber an Atmosphäre: Es ist nicht zu übersehen, dass die Schauspieler nicht wirklich vor Ort in Ägypten waren. (Die Pandemie war Schuld.)
Auf Heise Online erschien heute mein Rückblick auf den Film „Wing Commander“, der vor grob 25 Jahren in die US-Kinos kam, am 12. März 1999. Es war eine lose Verfilmung der erfolgreichen Computerspiel-Serie aus den 90ern.
Obwohl der Film seinerzeit kolossal floppte, ist seine Entstehungsgeschichte faszinierend. Rückblickend scheint niemand damit zufrieden zu sein — Darsteller, Regisseur, Produzent und Fans äußern sich durchgehend enttäuscht bis verärgert.
Ein paar Sachen haben mal wieder nicht in den Text gepasst, weshalb ich sie hier unterbringe …